Premiere für den AHsAB e.V. beim Tag der offenen Tür an der Universität der Bundeswehr München 2018 in Neubiberg

Am Tag der offenen Tür bei der Universität der Bundeswehr München am 30. Juni 2018 präsentierte sich der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e. V. zum ersten Mal mit einem Stand im Foyer des Audimax. Neben den hier studierenden Soldatinnen und Soldaten informierten sich zivile Gäste, militärische wie auch zivile Führungskräfte der Bundeswehr (vom Gruppenführer bis zum General) sowie die Präsidentin der Universität nebst Standortpersonal über den Verein.

Positive Resonanz wäre untertrieben: Einladungen zu Gesprächen, Mitgliedsanträge und Spenden gaben uns ein unmittelbares Feedback. Im Vordergrund stand jedoch Aufklärungsarbeit. Noch immer kennen viele militärische wie auch zivile Angehörige der Bundeswehr unseren Verein nicht. Doch wir konnten durch Beratung, Information und Aufklärung den zukünftigen Führungskräften der Bundeswehr eine Hilfestellung an die Hand geben.

Auch unsere Hotline richtet sich - neben der Direkthilfe für Angehörige der Bundeswehr - natürlich auch an in Verantwortung stehende Vorgesetzte, wie sie angemessen mit den Themen sexuelle Identität und sexuelle Orientierung in ihrem unterstellten Bereich begegnen/umgehen.

 

 

 

Unsere kostenlose 24h-Hotline ist unter
0800 - 247 22 38
erreichbar.


AHsAB e.V. zeigt Flagge an 4 Standorten der Bundeswehr beim 4. Tag der Bundeswehr

Bereits zum vierten Mal hieß es am 09.06.2018 "Willkommen Neugier" an 16 Standorten der Bundeswehr. Der AHsAB e.V. informierte dieses Jahr an 4 Standorten. Unsere Teams standen in Oldenburg, Ingolstadt, Holzdorf und Wunstorf mit Rat und Informationen allen Besuchern zur Verfügung.

Wunstorf freute sich an diesem Tag - unter fast schon tropischen Bedingung - über mehr als 40.000 Besucher in der militärischen Heimat des Lufttransportgeschwaders 62. Mit über 33.000 Besucher zog ein weiterer fliegerischer Standort in Holzdorf viel Aufmerksamkeit auf sich. Mit jeweils mehr als 15.000 Besuchern hatten auch die Standorte Ingolstadt und Oldenburg alle Hände voll zu tun.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eröffnete den Tag der Bundeswehr in Oldenburg. Ihre Rede wurde auch dieses Jahr live an alle weiteren 15 Standorte, welche zum Tag der Bundeswehr ihre Pforten geöffnet hatten, übertragen. Sie führte aus, dass Mängel in der persönlichen Ausrüstung und Material so schnell wie möglich behoben werden sollen. Jedoch die Löcher, welche in den letzten - durch ständige Reduzierungen und Kürzungen geprägten - 25 Jahren entstanden seien, nicht über Nacht gestopft werden könnten. Weiterhin danke Sie in ihrer Rede den rund 4000 Soldatinnen und Soldaten, welche sich zu dieser Zeit im Auslandseinsatz befinden sowie den rund 14.000 Soldatinnen und Soldaten, welche ihre Dienst in einsatzgleichen Verpflichtungen verrichten. Erstmals wurden im Rahmen des "Tages der Bundeswehr" die "Deutschen Reservistenmeisterschaften" ausgetragen. Der AHsAB e.V. beglückwünscht alle Teilnehmer für die großartigen sportlichen Erfolge und gratuliert dem Gewinner "Team Hessen 1" aus Marbach, welches sich den Sieg bei hochsommerlichen Temperaturen erkämpft hat.

Viele engagierte Mitglieder des AHsAB e.V. freuten sich über sehr großen Zuspruch und das positive Feedback, welches an allen Standorten von den Besuchern gegeben wurde. Immer wieder war zu hören "Wir finden gut, dass Sie hier Flagge zeigen!". Doch auch dieses Jahr wurde in vielen interessanten Gesprächen mit den Besuchern und Angehörigen der Streitkräfte deutlich, dass Diversity, Akzeptanz und Toleranz nicht in jedem Kopf seinen Platz gefunden hat. Auch ist, trotz nunmehr über 16-jähriger Vereinsgeschichte, der Bekanntheitsgrad unseres Vereines stark ausbaufähig. Hier fordern wir auch und insbesondere die militärische Führung - angefangen beim BMVg, bis hin zum Chef, Spieß und jedem in Verantwortung stehenden Vorgesetzten - auf, die ihnen anvertrauten Männer und Frauen zu informieren, dass auch der AHsAB e.V. ein ergänzender Baustein zum bestehenden psycho-sozialen Netzwerk ist.

Neben der geleisteten Informationsarbeit an unseren Ständen, konnte man auch in diesem Jahr das AHsAB e.V.-Spendenrad rattern hören. Lange Schlangen zeugten von der Bereitschaft für eine kleine Spende sein Glück herauszufordern. Natürlich gab es auch Sach- und Trostpreise zu gewinnen. So verließen unsere Stände vor allem auch viele glückliche Kinderaugen, welche kleine Flugzeuge oder Süßigkeiten gewonnen haben, während sich unsere größeren Besucher über unsere farbenfrohen Tassen oder "coolen" Kühltaschen freuten. Wir danken daher auch allen Gästen, die uns mit ihrer Spende in unserer Arbeit unterstützt haben!

Wir freuen uns bereits jetzt auf den 5. Tag der Bundeswehr im nächsten Jahr. Doch bereits am 16.06.2018 zeigt der AHsAB e.V.  unter dem Motto "Eine starke Truppe braucht Vielfalt!" , beim CSD Oldenburg anschließend am 08.07.2018 beim CSD in Köln und am 14.07.2018 beim CSD in München, Flagge. Wir freuen uns auf euch!


Mission Critical: Diversity & Inclusion Best Practices for the Security Sector, am 19. April 2018 in Brüssel

Am 19. April veranstaltete EUROMIL gemeinsam mit dem „German Marshall Fund of the United States“ (GMF) und dem Brüsseler „Women in International Security“ (WIIS) ein transatlantisches Seminar mit dem Titel "Mission Critical: Diversity & Inclusion Best Practices for the Security Sector". Die Veranstaltung wurde von der US-Mission bei der NATO finanziell unterstützt.

Mission Critical konzentriert sich hierbei auf Diversity and Inclusion (D&I) Best Practices für Militär, Polizei und Rüstungsunternehmen. Dies war die vierte Veranstaltung im Rahmen von "Mission Critical: Diversity & Inclusion Best Practices for the Security Sector".

Initiiert wurde die Veranstaltungsreihe im Jahr 2013 in Washington von der GMF. Die zweite Veranstaltung fand im Jahr 2015 unter dem Titel „Diversity & Inclusion in Armed Forces (DIAF)“ in Berlin statt. Sie wurde vom BMVg und mit der Hilfe von von GMF, WIIS und Deutscher.Soldat. e.V. durchgeführt. Bei den dort stattgefundenen Workshop-Anteilen hat auch der Arbeitskreis Homosexueller Angehörigen der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.) mit unterstützt. Die dritte Veranstaltung wurde im Jahr 2017 in Washington durch die GMF durchgeführt und durch das BMVg unterstützt.

Ziel der vierten Veranstaltung in Brüssel war es, dass die Akteure der transatlantischen Sicherheitsgemeinschaft und die in Brüssel ansässigen internationalen Organisationen (insbesondere NATO und EU) für die Bedeutung und den Nutzen von Diversity im politischen Sicherheitsbereich sensibilisiert werden. Hierbei wurden verschiedene Perspektiven zum Thema Vielfalt im Rahmen von drei Diskussionspanels vorgestellt, inkl. einer Frage und Antwort Runde nach jedem Panel mit den rund 100 anwesenden Teilnehmern. Die Panels befassten sich mit den folgenden Themen:

1.   Why Inclusive Leadership: Approaches in the U.S. and France     Inclusive leadership is a key competency for the success and sustainability of 21st century organizations. How do we build this competency in the transatlantic context?,

2.   Context: Demographic change as an opportunity to strengthen our security sectors Populations are growing rapidly more diverse on both sides of the Atlantic. Force planning requires a strong commitment to recruitment, retention and advancement of diverse personnel,

3.   Diversity and Inclusion in the Planning Process: Sector, Local and National Force Perspectives. During this nuts and bolts panel, we will look at what really works to meet the commitment of increased diversity in security forces, across diversity factors.

Das Ganze wurde mit einer Zusammenfassung abgerundet und dem anschließenden Networking beendet.

Fazit: Die Veranstaltung war nicht nur sehr informativ, sondern zeigte auch deutlich wie wichtig Studienergebnisse im Bereich Diversity sowie die Kooperationen mit internationalen Experten ist. Ein Informationsaustausch auf internationaler Basis ist daher auch für AHsAB e.V. äußerst gewinnbringend, da bereits gemachte Erfahrungen im Themenfeld Diverstiy bei der weiteren Arbeit stärker berücksichtigt werden können und das internationale Kooperationsnetzwerk insgesamt zielgerichtet weiter ausgebaut werden kann.


Empfang anlässlich der 17. Ordentlichen Jahresmitgliederversammlung des AHsAB e.V. in Köln

Am 16.03.2018 lud der Arbeitskreis homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (oder kurz AHsAB e.V.), anlässlich seiner 17. Mitgliederversammlung, zum Empfang in die Lüttich-Kaserne in Köln. Der Einladung sind zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Vereinen gefolgt.

Nach der Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden Hauptmann Marcus Otto begrüßte die Bürgermeisterin der Stadt Köln Frau Elfie Scho-Antwerpes die Gäste. Nach ihrem Appell proaktiv voranzuschreiten und für die Rechte der Diversity-Gemeinde einzutreten, begrüßte der geschäftsführende General des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) Herr Brigadegeneral Georg Klein alle Anwesenden. Gerne habe er die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen und freue sich auf einen informativen Abend. Dieser wurde durch sehr interessante Ausführungen zum Thema Präexpositionsprophylaxe durch Herrn Professor Dr.

Hendrik Streeck (Direktor des Instituts für HIV-Forschung an der Universität Duisburg-Essen) eingeleitet.

Nach Ausführungen des HIV-Beauftragten des AHsAB e.V. Herr Frank Gertz, konnten die Zuhörer einem sehr lebhaften und authentischen Erfahrungsbericht durch Frau Oberstleutnant Anastasia Biefang zum Thema Transgender folgen.

Als krönender Abschluss wurde durch Herrn Gernot Sendowski (Director HR Global Diversity&Inclusion der Deutsche Bank) die Beitrittsurkunde des AHsAB e.V. zur Charta der Vielfalt übergeben.

Der Abend wurde mit einem anschließenden Erfahrungsaustausch abgeschlossen, bei denen viele neue Kontakte hergestellt und Impulse gesetzt werden konnten. Gemeinsam sind WIR stark.

Der AHsAB e.V. bedankt sich für das große Interesse und freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.


Quartalstreffen Dezember 2017 in München

Besinnlich in den Jahresabschluss

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB e.V.) feiert zusammen mit dem Verein Lesbisch Schwuler Polizei Bediensteter (VeLSPol e.V.)

Wer am Freitag des 2. Adventwochenendes durch den Englischen Garten der Stadt München schlenderte, um dem Weihnachtsmarkt am chinesischen Turm einen Besuch abzustatten, wunderte sich eventuell über eine kleine, mit Kerzen bewaffnete Gruppe, die zu besinnlich Queeren Worten unfern im Dunkeln stand. 

Diese Gruppierung war keine Sekte, die Weihnachten verhindern möchte, sondern Teilnehmer der gemeinsamen Jahresabschlussfeier des AHsAB e.V. und des VeLSPol e.V., die an diesem Wochenende in der Stadt München stattfand. Zu Glühwein und Gebäck trug der ehemalige Militärpfarrer Wolfgang Scheel queere Gedankenvergleiche zur zuvor gelesenen Weihnachtsgeschichte vor und hielt so die Teilnehmer zum Nachdenken an. 

Im Nachklang besuchte die Gemeinschaft den Weihnachtsmarkt am chinesischen Turm und verabschiedete in diesem würdigen Rahmen das langjährige und ehemalige Vorstandsmitglied sowie den Regionalbetreuer SÜD Stephan Weiss aus dem erweiterten Vorstand des AHsAB e.V.
Enden sollte der Abend mit einer Stipvisite im schwulen Kommunikationszentrum SUB e.V. im Glockenbachviertel, welches als Szeneviertel der Stadt München gilt.

Am Folgetag startete eine gemeinsame queere Stadtführung im Bayrischen Innenministerium, genauer gesagt im Odeon Münchens. Dieser geschichtsträchtige Nachbau des Ball- und Konzerthauses aus dem 19. Jahrhundert ist Zeitzeuge der ersten Kämpfe gegen den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, welcher sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts bis 1994 unter Strafe stellte.

Sowohl Orte aus der alten Münchener LGBT* - Geschichte, als auch der jüngeren Stadtgeschichte, wie das Denkmal für die in der NS-Zeit verfolgten Lesben und Schwulen am Oberanger, welches erst diesen Sommer errichtet wurde, zeigte dem interessierten Publikum die lange Verbindung der Stadt mit der eigenen Community auf. Mit Erzählungen über prominente Besuche des Hotelrestaurants „Die Eiche“ und dessen Teilnehmer ließen die Teilnehmer ihre Blicke schließlich über die Dächer der Stadt München schweifen.

Abgerundet und beendet wurde das Programm mit einem gemeinsamen Brunch am 2. Advent, bei dem sich die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet für dieses Jahr voneinander verabschiedeten und Pläne für das nächste Vereinsjahr besprachen.


Tag der offenen Tür im Bundesministerium der Verteidigung 2017

Am 26. Und 27. August 2017 hat die Bundesregierung bereits zum 19. Mal alle Bürgerinnen und Bürger zum Tag der offenen Tür eingeladen. Neben dem Bundeskanzleramt haben auch das Bundespresseamt und 14 weitere Ministerien die Tore geöffnet.

So öffnete auch das Bundesministerium der Verteidigung im Bendlerblock am Samstag pünktlich um 10 Uhr seine Pforten und ermöglichte es Interessierten einen Einblick in das Ministerium und einen umfassenden Blick über die Bundeswehr zu erhalten.

Technikbegeisterte durften sich über ein hautnahes Erlebnis mit den Waffensystemen Puma, Boxer, Fennek, Fuchs und Tornado freuen. Aber auch die Gebirgsjäger, das Diensthundewesen, die Sanität und die Marine gaben Einblicke in ihre Leistungsfähigkeit.

Aber was wäre die Bundeswehr ohne ihre nahestehenden Organisationen, Stiftungen, Gewerkschaften und Vereine. So nutzten das Soldatenhilfswerk, das Bundeswehrsozialwerk, die Militärseelsorge, das Gelbe Band, die Interessensvertretungen der Soldaten wie auch Beamten und Angestellten der Bundeswehr um nur einige exemplarisch zu nennen – um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und über ihre Arbeit zu informieren.

Auch der AHsAB e.V. nutzte zum dritten Mal in Folge die Möglichkeit beim Tag der offenen Tür Flagge zu zeigen und gab Einblicke in seine Tätigkeiten. Dank hervorragender Rahmenbedingungen, konnte sich nicht nur das BMVg sondern auch der Info-Stand des AHsAB e.V. großen Zuspruchs erfreuen. Auch wenn wir schon vieles erreichen konnten, so bestätigten viele Gespräche, wie wichtig unsere Vereinsarbeit ist und wir noch immer einen langen Weg zu beschreiten haben um Diversity nicht nur organisatorisch darzustellen, sondern auch leben zu können. Wie wichtig die Arbeit des Vereins sowohl der politischen wie auch militärischen Führung ist, zeigte nicht zuletzt der Besuch des Staatssekretärs Dr. Ralf Brauksiepe, des Vizeadmirals und stv. Generalinspekteurs Joachim Rühle sowie dem Inspekteur des Heeres Generalleutnant Jörg Vollmer.

Fazit: Tag der Bundesregierung 2017 in Berlin – eine gelungene Veranstaltung und Dank der Initiative aller Beteiligten für einen weiteren Erfolg in unserer Vereinsarbeit.


2 Interviews von Frau Hauptmann Claudia Schalling als Reaktion auf Präsident Donald Trumps Transgenderverbot in der US-Armee


Gleiche Rechte, Gegen Rechts - CSD 2017 in München

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.) präsentiert sich in Kooperation mit dem Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) auf dem Münchner Christopher Street Day  – Straßenfest.

Der CSD in München widmete sich in diesem Jahr dem Kampf gegen rechte Gedankenströme in der deutschen Gesellschaft und dem daraus hervorgehenden homophoben Gedankenguts

Auch der AHsAB e.V. präsentierte sich zwischen den zahlreichen Aktivistinnen und Aktivisten auf dem zentral gelegenen Marienplatz vorm alten Rathaus der bayrischen Hauptstadt. Zusammen mit dem VelsPol stand ein kleines Team der RegioSüd und des Vorstandes dem interessierten Publikum Rede und Antwort zu LGBTTIQ*-Themen in deutschen Sicherheitsbehörden und wie damit umgegangen wird. Ganz besonders in Zeiten, in denen ehemalige Angehörige der Bundeswehr mit rechter Gesinnung, wie Franco A. in den Medien präsent sind, schien es für viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt wichtig zu erfahren, wie wir als LGBTTIQ* - Angehörige in der Bundeswehr das erleben und wo es Probleme oder Aufklärungsbedarf gibt.

Das Straßenfest und die Teilnahme des AHsAB e.V. an eben diesem waren für den Verein und ganz besonders für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt München ein gänzlich voller Erfolg im Kampf gegen Rechts. 


Eine Starke Truppe braucht Vielfalt - CSD 2017 in Köln

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.) demonstriert gemeinsam mit über 35000 Aktivistinnen und Aktivisten auf dem größten Cristopher Street Day – Pride Deutschlands in Köln.

Nie Wieder Stigmatisierung!, Nie Wieder Diskriminierung! Nie Wieder Verfolgung von Homosexuellen, wie zur NS-Zeit. Nie Wieder! So lautete das Motto der diesjährigen CSD – Week in Köln, die neben den zahlreichen Veranstaltungen, politischen Diskussionsrunden und Party’s  am Sonntag zahlreichen Zuschauern als Höhepunkt den traditionellen Demonstrationszug (Pride) durch die Stadt bot.

Auch in diesem Jahr war sich der AHsAB e.V. seiner Verantwortung bewusst und nahm mit einem eigenen Truck samt Dokumentationsfilmteam an diesem Pride teil. Gemäß dem Motto „Eine starke Truppe braucht Vielfalt“ machte der Verein auf sich und die nötige Vielfalt des Personals in der Bundeswehr aufmerksam.

Das Pride-Team des Vereins stellte sich bereits am Tag zuvor der Herausforderung den Truck für den Pride herzurichten und so konnte man sich schließlich bunt und mit guter Laune bei 30°C dem gut gelaunten Publikum entlang der Strecke präsentieren. Die häufig positive Resonanz und die Motivation weiterzumachen sowie gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit zu kämpfen, bewegte so einige Teilnehmer.

Die Teilnahme am Pride war für den AHsAB e.V., der in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dabei war, ein voller Erfolg mit zahlreichen positiven Erfahrungen.


Bunte Signale für Toleranz, Vielfalt und Freiheit - CSD 2017 in Oldenburg

15 000 Teilnehmer und der AHsAB e.V. demonstrierten am Christopher Street Day in Oldenburg

Am 17. Juni 2017 zog ein Heer von Regenbogenflaggen und bunt geschmückten Wagen durch die Innenstadt Oldenburgs in Niedersachsen. Ganz traditionell setzte sich der Umzug und die anschließende Kundgebung für mehr Toleranz, Vielfalt und Freiheit in der Gesellschaft ein. Der zentralen Forderung nach Rechten für die LGBTTIQ*-Community gab ein Redner sehr treffend Nachdruck in dem er darum bat, romantisch fragen zu dürfen: „Willst du mich heiraten?“ und nicht: „Willst du dich mit mir verpartnern?“

Auch eine Abordnung des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.) informierte am Rand der Veranstaltung die Besucher über den Verein und über den Kampf gegen Diskriminierung und für Gleichstellung der Community innerhalb der Streitkräfte.

Der CSD Oldenburg ist im Nordwesten einer der Größten und bot somit für die Vereinsmitglieder ein enormes Potenzial, um interessierte Soldatinnen und Soldaten sowie Bürgerinnen und Bürger zu informieren.


Gemeinsamer Geht’s nicht – Fußball, Vielfalt, AHsAB e.V.

Kicken „us Spass an d’r Freud“ und auf dem Info-Boulevard aufklären.

Am 15. Juni 2017 erspielten rund 60 Hobbyfußballmannschaften, gemäß der Kölner Mundart „us Spass an d’r Freud“, im größten Freizeitturnier in Europa über 10 000 Euro für einen guten Zweck. Die Spende teilen sich die Organisationen Aidshilfe Köln und das Jugendzentrum Anyway. Trotz sommerlich hoher Temperaturen konnten die Spielerinnen und Spieler sowie die Aussteller auf dem - zwischen den Spielstätten gelegenen - Info-Boulevard ca. 20 000 Besucher begeistern.

Den Höhepunkt des Turniers bildete wie jedes Jahr der Promikick, in dem sich Lokalmatadore, wie die erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes (SPD) oder die DragQueen und Supertalent-Gewinnerin Marcella Rockefella (Marcel Kaupp), jedes gegnerische Tor trotzdem gönnten. 

Zwischen den bereits aus den letzten Jahren bekannten Ausstellern, wie z. B. die Aids-Hilfe, war dieses Jahr auch der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.) vor Ort und klärte das interessierte Publikum über die Arbeit des Vereins auf. „Homosexualität gibt es auch in der Bundeswehr?“  war eine der häufig gestellten Fragen, die die Vereinsmitglieder vor Ort gerne beantworteten. Das Come-Together-Cup Orga-Team und der AHsAB e.V. konnten sich über eine gelungene Veranstaltung mit Tradition freuen und sehen bereits jetzt dem nächsten Cup im folgenden Jahr mit Spannung entgegen.

 

 


Tag der Bundeswehr 2017 in Diepholz und Stralsund

Willkommen Neugier – Vielfalt auf dem Fliegerhorst und im Hafen
AHsAB e.V. informiert auf dem Tag der Bundeswehr in Diepholz und Stralsund.

Am 10. Juni 2017 fand in 16 Standorten bundesweit der diesjährige Tag der Bundeswehr unter dem Motto „Willkommen Neugier“ statt.  Auf dem Fliegerhorst Diepholz inmitten des Naturparks Dümmer informierten sich rund 6400 interessierte Bürger über die Bundeswehr und ihren Partnern, wie Polizei, Technisches Hilfswerk und anderen Verbänden. Ähnlich viele Besucher konnte Stralsund auf der Hafeninsel im Schatten von Ozeaneum, Gorch Fock I und Hansa-Gymnasium verzeichnen. Hier präsentierten sich den Besucherinnen und Besuchern Boote der Marine, militärisches Großgerät und eine Ausbildungsmesse sowie die Sportfördergruppe der Bundeswehr.

Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hielt in Augustdorf unter Beifall eine Rede zu diesem Tag und lies diese per Liveübertragung in alle anderen Standorte übertragen. Ihre Worte würdigten die Arbeit der Bundeswehr und ihrer Soldaten. Zudem forderte sie die Gesellschaft auf zu unterstützen, denn das sei man gemeinsam schuldig. Ihre Worte „Lassen sie sich von uns unsere Geschichte erzählen“, nahmen die Mitglieder des Arbeitskreises homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. zum Ansporn und standen den Besuchern Rede und Antwort zu prekären Themen, wie Homosexualität in den Streitkräften.

Zwischen all dem atemberaubenden Großgerät der verschiedenen Truppengattungen gelang es dem Verein mit seinem Infostand viele Bürger und ganz besonders viele Soldaten über die eigene Vereinsarbeit und –ziele aufzuklären. Außerordentlich gut fanden die Besucher in Diepholz das Spendenrad, bei dem sie für eine kleine Spende gesellschaftspolitische Fragen zum Thema Homosexualität und Bundeswehr gestellt bekamen und kleine Preise gewinnen konnten. In Stralsund haben wir weniger Besucher als im Jahr zuvor an unserem Stand begrüßen dürfen. Zu unserer Überraschung war allerdings der stellvertretende Generalinspekteur Generalleutnant Kneip an unserem Stand. Er freute sich sehr über unsere Präsenz und hat uns viel Erfolg für unsere weitere Vereinsarbeit gewünscht.

In der Gesamtheit war der Tag der Bundeswehr an diesen beiden Standorten sowohl für die Bundeswehr, als auch für den AHsAB e.V. ein voller Erfolg.


Vielfalt am Brandenbuger Tor - Internationaler Tag gegen Homophobie 2017

AHsAB zeigt Flagge beim Aktionstag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Am 17. Mai 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation die bis zu diesem Datum gültige Klassifikation von Homosexualität als Krankheit aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Jahr für Jahr wird seither an diesem Datum der Internationale Tag gegen Homophobie begangen, der sich mittlerweile als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und  Transphobie (IDAHOT) etabliert hat. In weit über 100 Städten weltweit fanden deshalb auch in diesem Jahr Veranstaltungen für Akzeptanz, Vielfalt und Solidarität statt.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hatte unter dem Motto -  „Gleiches Recht für jede Liebe“ – verschiedenste Organisationen und Vereine zum IDAHOT Aktionstag am Brandenburger Tor eingeladen. Der AHsAB e.V. ist dieser Einladung gerne gefolgt und konnte mit einem eigenen Stand im Rahmen zahlreicher Gespräche seine Arbeit und sein Anliegen vorstellen.

Neben diesen zahlreichen Einzelgesprächen wurde auf der Bühne eine spannende Mischung aus Podiumsdiskussion, Information, Musik und Tanz geboten. Die Themenschwerpunkte reichten dabei von der Rehabilitation der Homosexuellen, die nach dem § 175 StGB verurteilt wurden über die Frage der Gleichstellung der Ehe, alltägliche Diskriminierung lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Menschen bis hin zur internationalen Menschenrechtspolitik. Es diskutierten unter anderen Bundesjustizminister Heiko Maas, Renate Künast, Klaus Wowereit, Johannes Kahrs und Dr. Stefan Kaufmann.

Wir danken der Antidiskriminierungsstelle des Bundes für einen informations- und abwechslungsreichen Nachmittag und die Möglichkeit, ein sichtbares Zeichen für den Arbeitskreis homosexueller Angehöriger der Bundeswehr zu setzen.


15 Jahre Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V.

Der Verein schreibt Geschichte und setzt Meilensteine gegen Diskriminierung von LGBTTIQ*-Angehörigen der Bundeswehr.

„Nie den Mut verlieren..." so zitierte der Vorsitzende des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.), Hauptmann Marcus Otto, den Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker in seiner Eröffnungsrede zum Festakt zu Ehren des 15-jährigen Bestehens des Vereins. Er lobte das stete Engagement der Mitglieder in den letzten Jahren und die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), die am 31.01.2017 in einem Workshop zum Thema "Sexuelle Orientierung und Identität in der Bundeswehr" ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Ein großer Schritt gegen die Diskriminierung und für die Gleichbehandlung von LGBTTIQ*-Angehörigen in den deutschen Streitkräften sei getan und die Präsenz in den Medien zeige, dass das Thema die Gesellschaft bewege.

Staatssekretärin Dr. Katrin Suder folgte mit sehr persönlichen Worten über ihre eigenen persönlichen Verhältnisse und ermunterte den Verein weiterzumachen. Die oberste Führung der Bundeswehr habe die Probleme erkannt und werde sie angehen. Sie zeigte, wie wertvoll der Verein bei der Zusammenarbeit mit dem BMVg sei und dabei fand sich in ihren Worten viel Lob für die Arbeit der Mitglieder und sie betonte deutlich, dass auch das neugegründete Stabselement „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“ als Partner zu sehen sei und den Verein nicht überflüssig mache. Weiter bilde es im Zusammenspiel mit dem AHsAB e.V. und anderen Partnern eine wertvolle Institution in der Bundeswehr, um Diskriminierung zu unterbinden und Chancengerechtigkeit zu schaffen.

Dass das Thema Homosexualität in der Bundeswehr noch nicht so akzeptiert wird, wie jedes andere, stellte hingegen der Wehrbeauftragter des deutschen Bundestages Dr. Hans-Peter Bartels heraus. So zeige auch sein letzter Bericht, dass der Zusammenhang von Eingaben bezüglich Homosexualität und Diskriminierung stets gering gewesen sei und seine Abteilung sich bemühe, diese Fälle aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er machte es an den Vorfällen in einer Einheit in Pfullendorf fest und ermutigte das Publikum die korrigierenden Instrumente, wie den Beschwerde- und Eingabeweg, richtig zu nutzen.

Der AHsAB e.V. sei nicht nur ein Nachfolgeverein des Bundesarbeitskreises Schwuler Soldaten (BASS), der 2001 mit Erreichen seiner gesetzten Ziele die Vereinsarbeit einstellte, so Stabsfeldwebel Andreas Tschöpe, der als erstes Nichtgründungsmitglied 2002 dem Verein beitrat und für die Feier einen Einblick in die Anfangszeit und das mutige Voranschreiten der ersten Mitglieder aufzeigte. Der Verein verstand sich von jeher als Organisation, die sich für die Bedürfnisse, Rechte und gegen die Diskriminierung von LGBTTIQ*-Angehörigen der Bundeswehr einsetzte. Er berichtete den Anwesenden, wie schwer der Anfang in einer Bundeswehr war, sich Gehör bei der obersten Führung zu verschaffen. Er freue sich noch immer ein Teil von dem zu sein, was die knapp 150 Mitglieder des Vereins aktuell darstellen.

Diversity Management! war das Stichwort, mit dem Frau Oberstarzt Lale Dr. Bartoschek das Stabselement für Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion vorstellte. Sie demonstrierte dem anwesenden Publikum anschaulich, weshalb auch die Bundeswehr als moderner und attraktiver Arbeitgeber in Deutschland ein Diversity Management brauche und welche Vorstellungen das BMVg dazu entwickelt habe. Auch sie würdigte den AHsAB e.V. und betonte wie sehr sie sich auf eine enge Zusammenarbeit freue.

Der offizielle Part der Feierlichkeiten endete mit einer Podiumsdiskussion, bei der kritische Fragen aus dem Publikum an die Hauptredner bezüglich geplanter Sensibilisierung im Bereich Vielfalt in der Truppe oder auch der Aufklärungsbedarf brisanterer Themen, wie beispielsweise der Wegfall der Einschränkungen für HIV-Infizierte erörtert wurden. Die anschließenden Gespräche bei einem Sektempfang zeigten, wie Politik, Militär, Mitglieder des AHsAB e.V. u.v.m miteinander das Thema Diversity Management in der Bundeswehr vorantreiben wollen und werden.

LGBTTIQ* steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen. Auch als Selbstbezeichnung steht LGBTTIQ* für eine Gruppe von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechteridentität von der heterosexuellen Norm abweicht. (Quelle: Wikipedia)


Workshop zum Thema "sexuelle Orientierung und Identität" am 31.01.2017 in Berlin

Ministerin ebnet Weg für Chancengerechtigkeit und Vielfalt

Am 31. Januar 2017 bat die Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen, Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Militär und Medien um über den Umgang mit sexueller Orientierung und Identität in der Bundeswehr zu diskutieren.

Nach dem Erscheinen eines Artikels der „BILD“, in dem der Workshop als „Sex-Seminar“ abgestempelt wurde und sich dieser Kritik auch Verteter von SPD, AfD und CDU anschlossen, entbrannte eine Diskussion über den Sinn dieser Veranstaltung.

Michael Kauch, Vorsitzender Völklinger Kreis, der auch geladen war, kommentierte bereits dazu im Vorfeld, das ein solches Seminar keine Beschaffung oder Modernisierung entgegen stehen würde.

„Bereits die mediale Reaktion im Vorfeld des Workshops zeige die Dringlichkeit des Workshops“, so Hauptmann Otto.

Neben den Inspekteuren der Bundeswehr und Mitgliedern des Bundestages konnte der Workshop dabei auch auf die Expertise von Janina Kugel, Vorstandsmitglied der Siemens AG, und Hauptmann Marcus Otto, Vorsitzender des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V., zurückgreifen. Die Ministerin eröffnete die Tagung am Dienstag mit einer Rede, in der Sie neben den aktuellen Ereignissen in Pfullendorf, den Umgang in der Vergangenheit Revue passieren ließ.

Es sei eine „kleine Minderheit“, die „schwer gegen die Kameradschaft verstoße“ und einen „Mangel an Führung, an Haltung und an Kultur“ zeige.

Nach dem klaren Statement der Ministerin, in dem Sie nochmals unterstrich das Toleranz und das Entgegenwirken von Diskriminierung zur kameradschaftlichen Pflicht gehöre, tauschten sich die Anwesenden in verschiedenen Arbeitsgruppen aus. In der anschließenden Ergebnispräsentation und Podiumsdiskussion mit dem Wehrbeauftragten, einem Vertreter des DBwV, Frau Kugel, der Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt sowie dem Generalinspekteur Wieker und Hauptmann Otto betonten die Teilnehmer sowohl die großen Schritte, die bereits getan worden sind, als auch der lange Weg der vor Ihnen liegt.

Die Leiterin des Stabselements „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“, Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek gab zudem bekannt, dass ab sofort eine zentrale Ansprechstelle für Probleme in der Bundeswehr geschaffen wurde.

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. begrüßt den Schritt zur Vielfalt in der Bundeswehr und zieht ein positives Resumé des Workshops.

Die nächste Etappe auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien Armee sei die 15-Jahr-Feier des Vereins im März.


Tag der Standorte in Berlin 2016

Am 1. Dezember 2016 kamen einige hundert Standortälteste und Dienststellenleiter aus ganz Deutschland zum Tag der Standorte in Berlin zusammen. In sieben Workshops wurde über die Zukunft des Arbeitgebers Bundeswehr diskutiert. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stellte die neue Personalstrategie der Bundeswehr vor. Die von der Verteidigungsministerin angestoßene Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ bildete den Rahmen dieser Tagung. Die Bundeswehr will damit in die Riege der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands vorstoßen. Staatssekretär Gerd Hoofe hielt die Eröffnungsrede. Um auf dem Weg der Modernisierung weiter erfolgreich zu sein, sei man auf die Erfahrungswerte der Standortältesten und Dienststellenleiter angewiesen. „Wir brauchen den Tag der Standorte, um von Ihnen zu erfahren, wie wir sie unterstützen können“, gab Hoofe den Teilnehmern der Tagung mit auf den Weg. Anschließend ging es in die Nebensäle zu den Workshops. Sieben Themenfelder standen zur Auswahl – unter anderem wurde diskutiert über Führungs- und Organisationskultur, Modernisierung der Liegenschaften und über Vielfalt in der Bundeswehr. Jeder Workshop wurde in zwei Abschnitte unterteilt: In der Informationsphase am Vormittag wurde mit Vorträgen und Impulsreferaten ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet. Im zweiten Abschnitt entwickelten die Teilnehmer in Kleingruppen Lösungsvorschläge für die Herausforderungen. Die Ergebnisse wurden dann von den Workshopleitern im Plenum vorgestellt und anschließend in einem gemeinsamen Dokument zusammengefasst. Auch AHsAB e.V. wurde mit eingeladen, um bei der Arbeitsgruppe „Vielfalt“ zum Themenblock „sexuelle Orientierung“ aus unseren bisherigen Erfahrungen zu berichten und zu unterstützen. Wie vom Vorsitzenden Marcus Otto bereits im Vorfeld vermutet wurde, waren die Meinungen sehr unterschiedlich. Zum einen gab es Widerstand mit Äußerungen, wie „Diversitymanagement brauche ich in meiner Dienststelle nicht. Die bei mir geoutet sind, würden das auch nicht wollen“ oder auch „Zur Not kann man Toleranz auch befehlen“. Das zeigt uns, dass wir noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten haben. Aber auch positives Feedback konnten wir verzeichnen. Der neue Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe Brigadegeneral Michael Traut möchte das Thema Vielfalt in die Offizierausbildung integrieren. Gerade unser Führungsnachwuchs muss sich auch mit solchen Themen auseinandersetzen. Zusammen mit AHsAB e.V. soll im kommenden Jahr ein solcher Workshop stattfinden.


Tagung "Bundeswehr als Integrationsfaktor" des Deutschen Bundeswehrverbandes DBwV

Um den Gedanken eines gelebten Diversity-Managements im Dienstalltag der Bundeswehr weiter voranzutreiben, hat die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung des DBwV eine zweitätige Tagung mit Workshops am 19. und 20.09.2016 veranstaltet. Dazu war auch AHsAB e.V. im Workshop III: „Zukunftsworkshop: Nutzung von Vielfalt als Chance – Wie passen sich die Streitkräfte an gesellschaftliche Veränderungen an?“ unter Leitung Hauptmann Andreas Steinmetz, der stellvertretende Bundesvorsitzende des DBwV, vertreten.

Hauptmann Marcus Otto und Hauptbootsmann Daniel Aebker haben nochmals darauf hingewiesen, wie wichtig und unerlässlich eine Datenerhebung ist. Nur wenn die Art und der Umfang der Diskriminierung in den einzelnen Teilstreitkräften bekannt ist, kann gezielt ein Diversity-Management aufgebaut werden, um Dieser entgegen zu wirken.

Darüber hinaus haben wir die Gelegenheit genutzt, viele interessante Gespräche zu führen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Auch werden wir in Zukunft unsere Korporation mit dem DBwV wieder mit Leben füllen.

Mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels oder auch der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, war es den Organisatoren gelungen, hochkarätige Redner für den zweiten Tag der Veranstaltung zu gewinnen. Einigkeit herrschte unter allen Teilnehmern darüber, dass schon viel passiert sei, die Vielfalt in der Bundeswehr aber weiter gefördert werden müsse, um die Attraktivität als Arbeitgeber auch für Frauen und Minderheiten zu erhöhen: „Wir müssen schauen, wo wir Diskriminierung und Hürden verhindern können“, sagte Hauptmann Andreas Steinmetz in seinen einleitenden Worten. Der Druck ist groß: Schon jetzt herrscht in manchen Bereichen akuter Nachwuchsmangel. Angesichts der demografischen Entwicklung ist zu erwarten, dass sich die Situation noch verschärft.

Als Abschluss haben sich noch einige Mitglieder und Interessenten zum zweiten Stammtisch der Region Ost im Mann-O-Meter zusammengefunden.


Tag der offenen Tür im Bundesminsterium der Verteidigung 2016

„Schön mutig bleiben, machen Sie weiter so!“

Am 27. und 28. August lud das Bundesministerium der Verteidigung zum 18. Tag der offenen Tür ein.

Nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr konnte sich der AHsAB e.V. erneut den vielen Interessierten präsentieren. Die anwesenden Kameraden stellten sich den Fragen, Anregungen und Kritiken der Besucher. Neben den vielen positiven Stimmen der Besucher, freuten sich die Mitglieder besonders über den Besuch des Generalleutnant Zorn, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte, der den Verein um ein persönliches Tischgespräch gebeten hatte.

„Die überwiegend positiven Resonanzen der Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilisten spiegeln die gute Entwicklung der letzten Jahre wider.“, so Hauptmann Marcus Otto, Vorsitzender des AHsAB e.V. „Trotzdem geben uns sowohl die aktuellen politischen Ereignisse, als auch die steigende Nutzung unseres Beratungsangebotes Anlass, unsere Ziele weiter zu verfolgen und die bestehende Diskriminierung abzubauen.“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Hauptbootsmann Daniel Aebker.

Neben den vielen Attraktionen, wie Großgeräte, einem Fallschirmsprung auf dem Paradeplatz und Vorführungen des Wachbataillons gab Radio Andernach dem Arbeitskreis die Möglichkeit, sich öffentlich im Rahmen eines Interviews mit Frau Oberstleutnant i.G. Biefang zum Thema Transgender und die eigenen Erfahrungen in der Bundeswehr vorzustellen.

Ein weiterer Höhepunkt war ein kurzes Gespräch mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr. Beim Besuch des AHsAB-Standes untermauerte er die Notwendigkeit des neuen Stabselements „Chancengerechtigkeit, Vielfalt & Inklusion“ und legte Wert auf die Vielschichtigkeit und Breite dieser Thematik.

Der Arbeitskreis begrüßt das Statement des Generalinspekteurs „Schön mutig bleiben, machen Sie weiter so“ und freut sich über diese Wertschätzung.

Im Rahmen mehrere geplanter Workshops, unter anderem vom Bundeswehrverband und vom Bundesministerium für Verteidigung. soll die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis intensiviert werden und wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag dazu leisten dürfen.

Nach diesem erfolgreichen Wochenende würden wir uns über eine erneute Einladung zum Tag der offenen Tür im BMVg im Jahr 2017 freuen.


Besuch beim Wehrbeauftragten

Am 24.08.2016 hatte AHsAB e.V. einen Termin beim Wehrbeauftragten. Dazu waren der Vorsitzende Marcus Otto und sein Stellvertreter Daniel Aebker nach Berlin gereist. 1,5 Stunden haben wir ausführlich über den Verein und dessen Herausforderungen sprechen dürfen. Auch haben wir über aktuelle Fälle der Diskriminierung und über unsere Ziele, was wir in Zukunft noch erreichen wollen und wie wir uns mehr in die Bundeswehr integrieren können, gesprochen. Der Wehrbeauftragte hat im Rahmen seiner Möglichkeiten seine volle Unterstützung zugesagt.

Am selben Tag hatten wir noch ein Gespräch mit Frau Oberstarzt Dr. Bartoschek aus dem neuen Stabselement „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“. Auch hier haben wir uns vorgestellt und eine enge Zusammenarbeit geplant, um ein modernes Diversity-Management in die Bundeswehr zu integrieren. Dazu werden in Zukunft Workshops veranstaltet, um gezielt darauf hinzuarbeiten.


Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2016

Auch in diesem Jahr wurde dem AHsAB e.V. die Möglichkeit gegeben, am Tag der offenen Tür an der Marientechnikschule in Parow teilzunehmen. Nach der Premiere im letztem Jahr stellten wir dieses Mal fest, dass wir schon fast dazugehören. Dieses betonte auch der Schulkommandeur Kapitän zu See Möding mit dem Satz: „Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr wieder“, nachdem er unseren Stand besucht hatte. Wir waren sehr erfreut, dass wir dieses Jahr mehr Gespräche mit Soldatinnen/Soldaten und deren Familien als im Jahr zuvor verzeichnen konnten.
Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.


CSD 2016 in Köln

Unsere diesjährige Teilnahme beim CSD 2016 in Köln war ein voller Erfolg. Der Verein hat sich erstmals mit einem Wagen an der CSD-Demonstration präsentiert. Zunächst waren doch einige Mitglieder skeptisch, ob das ganze Vorhaben realisierbar ist. Nach intensiver Vorbereitung ist es uns letztendlich doch gelungen, einen 12to LKW zu organisieren und alle notwendigen Auflagen zu gewährleisten.

Somit stand der Teilnahme nichts mehr entgegen. Bei der Auslosung am 19.Juni 2016 haben wir die Startnummer 60 bekommen. Der Aufbau vor Ort verlief aufgrund der zahlreichen Unterstützung reibungslos. Wir konnten bei dieser Veranstaltung so viele Leute erreichen wie nie zuvor und auch ein durchweg positives Feedback verzeichnen. Die Facebook-Aufrufe und Interaktionen stiegen rasant an. Eine derartige Beitragsreichweite hatte der Verein zuvor nie erreichen können. Außerdem konnten wir einige neue Mitglieder gewinnen.

Der Vorstand möchte sich bei allen Beteiligten ganz herzlich für deren Unterstützung bedanken. Wir möchten hier insbesondere unseren Wagenengeln, dem DJ und der Fahrerin einen besonderen Dank aussprechen.

Wir möchten im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder an der CSD-Demonstration in Köln teilnehmen. Darum laden wir euch jetzt schon für den CSD 2017 ein. Ich hoffe, dass wir noch mehr Teilnehmer für nächstes Jahr gewinnen können. Leider waren dieses Jahr viele Mitglieder beruflich oder privat verhindert.


Leadership Convention des Völklinger Kreises in Frankfurt 2016

Die Leadership Convention ist ein neues Veranstaltungsformat des Völklinger Kreise (VK) für den beruflichen Erfahrungsaustausch.

Unter dem Motto „Out im Beruf“ wurden am 04. Juni 2016 im Westin Grand Hotel Frankfurt/Main Talkrunden, Best-Practice-Vorträge und den persönlichen Austausch unter schwulen Führungskräften und Selbständigen angeboten. Eingeladen sind auch Mitglieder der Partnerverbände und Partner/innen aus Unternehmen, die sich für Diversity Management engagieren.

Unter anderem hat der Vorsitzende Marcus Otto zum Thema Diversity in der Bundeswehr vorgetragen. Dabei konnte wieder festgestellt werden, wie weit bereits andere Unternehmen in dem Bereich sind und wieviel wir noch nachzuholen haben.

Die Themen waren sehr vielfältig – vom Nutzen von LGBT-Marketing über Diversity Management bis hin zu Fragen, wie out ich wirklich sein kann, besonders in männerdominierten Berufen oder im Auslandsgeschäft.


Tag der offenen Tür im Bundesminsterium der Verteidigung 2015

Für uns und unseren Verein stellt der 27.08.2015 ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Erstmalig waren wir Gast auf dem Gelände Verteidigungsministeriums zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2015. 7000 Besucher wurden am Samstag  und Sonntag gezählt, alle dürften bei unserem Pavillon vorbeigelaufen sein. Frau Dr. Suder kam auf ein privates, zehnminütiges Gespräch zu uns in das Zelt und ermunterte uns zum Outing, jetzt sei es möglich. Zwei weitere Staatssekretäre schauten bei uns rein und im Gefolge auch verschiedene Generäle, Adjutanten, Assistenten und Fotographen.

Eine homophobe Szene gab es allerdings dann doch. Es war sehr ruhig am Stand, ein älterer, etwas schlichter Mann trat an unseren Stand, schüttelte den Kopf. Auf die Frage hin antwortete er “so ein Scheiß” und spuckte auf den Boden. Dann zog er rasch ab.

Wir danken hiermit allen ganz herzlich für euren Einsatz, eure Hilfe vor Ort in Berlin und im Home Office.


Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2015

Es war ein sehr erfolgreicher Tag und für uns der erste Auftritt innerhalb einer militärischen Liegenschaft und in Unform. Wir haben sehr interessante Gespräche geführt und ich hoffe wir haben auch bei denen, die mit einem Lächeln oder Unverständnis bei uns vorbei gelaufen sind, ein Nachdenken oder gar ein Umdenken in den Köpfen erreicht.
Wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder mit dabei sein.


CSD 2015 in Leipzig

Zum CSD 2015 in Leipzig zeigte sich AHsAB e.V. mit einem Pavillon am Marktplatz. Wir konnten viele Besucher und lohnende sowie interessante Gespräche verzeichnen.