Vielfalt am Brandenbuger Tor

AHsAB zeigt Flagge beim Aktionstag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Am 17. Mai 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation die bis zu diesem Datum gültige Klassifikation von Homosexualität als Krankheit aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Jahr für Jahr wird seither an diesem Datum der Internationale Tag gegen Homophobie begangen, der sich mittlerweile als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und  Transphobie (IDAHOT) etabliert hat. In weit über 100 Städten weltweit fanden deshalb auch in diesem Jahr Veranstaltungen für Akzeptanz, Vielfalt und Solidarität statt.

Die Anidiskriminierungsstelle des Bundes hatte unter dem Motto -  „Gleiches Recht für jede Liebe“ – verschiedenste Organisationen und Vereine zum IDAHOT Aktionstag am Brandenburger Tor eingeladen. Der AHsAB e.V. ist dieser Einladung gerne gefolgt und konnte mit einem eigenen Stand im Rahmen zahlreicher Gespräche seine Arbeit und sein Anliegen vorstellen.

Neben diesen zahlreichen Einzelgesprächen wurde auf der Bühne eine spannende Mischung aus Podiumsdiskussion, Information, Musik und Tanz geboten. Die Themenschwerpunkte reichten dabei von der Rehabilitation der Homosexuellen, die nach dem § 175 StGB verurteilt wurden über die Frage der Gleichstellung der Ehe, alltägliche Diskriminierung lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Menschen bis hin zur internationalen Menschenrechtspolitik. Es diskutierten unter anderen Bundesjustizminister Heiko Maas, Renate Künast, Klaus Wowereit, Johannes Kahrs und Dr. Stefan Kaufmann.

Wir danken der Antidiskriminierungsstelle des Bundes für einen informations- und abwechslungsreichen Nachmittag und die Möglichkeit, ein sichtbares Zeichen für den Arbeitskreis homosexueller Angehöriger der Bundeswehr zu setzen.


15 Jahre Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V.

Der Verein schreibt Geschichte und setzt Meilensteine gegen Diskriminierung von LGBTTIQ*-Angehörigen der Bundeswehr.

„Nie den Mut verlieren..." so zitierte der Vorsitzende des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. (AHsAB e.V.), Hauptmann Marcus Otto, den Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker in seiner Eröffnungsrede zum Festakt zu Ehren des 15-jährigen Bestehens des Vereins. Er lobte das stete Engagement der Mitglieder in den letzten Jahren und die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), die am 31.01.2017 in einem Workshop zum Thema "Sexuelle Orientierung und Identität in der Bundeswehr" ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Ein großer Schritt gegen die Diskriminierung und für die Gleichbehandlung von LGBTTIQ*-Angehörigen in den deutschen Streitkräften sei getan und die Präsenz in den Medien zeige, dass das Thema die Gesellschaft bewege.

Staatssekretärin Dr. Katrin Suder folgte mit sehr persönlichen Worten über ihre eigenen persönlichen Verhältnisse und ermunterte den Verein weiterzumachen. Die oberste Führung der Bundeswehr habe die Probleme erkannt und werde sie angehen. Sie zeigte, wie wertvoll der Verein bei der Zusammenarbeit mit dem BMVg sei und dabei fand sich in ihren Worten viel Lob für die Arbeit der Mitglieder und sie betonte deutlich, dass auch das neugegründete Stabselement „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“ als Partner zu sehen sei und den Verein nicht überflüssig mache. Weiter bilde es im Zusammenspiel mit dem AHsAB e.V. und anderen Partnern eine wertvolle Institution in der Bundeswehr, um Diskriminierung zu unterbinden und Chancengerechtigkeit zu schaffen.

Dass das Thema Homosexualität in der Bundeswehr noch nicht so akzeptiert wird, wie jedes andere, stellte hingegen der Wehrbeauftragter des deutschen Bundestages Dr. Hans-Peter Bartels heraus. So zeige auch sein letzter Bericht, dass der Zusammenhang von Eingaben bezüglich Homosexualität und Diskriminierung stets gering gewesen sei und seine Abteilung sich bemühe, diese Fälle aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er machte es an den Vorfällen in einer Einheit in Pfullendorf fest und ermutigte das Publikum die korrigierenden Instrumente, wie den Beschwerde- und Eingabeweg, richtig zu nutzen.

Der AHsAB e.V. sei nicht nur ein Nachfolgeverein des Bundesarbeitskreises Schwuler Soldaten (BASS), der 2001 mit Erreichen seiner gesetzten Ziele die Vereinsarbeit einstellte, so Stabsfeldwebel Andreas Tschöpe, der als erstes Nichtgründungsmitglied 2002 dem Verein beitrat und für die Feier einen Einblick in die Anfangszeit und das mutige Voranschreiten der ersten Mitglieder aufzeigte. Der Verein verstand sich von jeher als Organisation, die sich für die Bedürfnisse, Rechte und gegen die Diskriminierung von LGBTTIQ*-Angehörigen der Bundeswehr einsetzte. Er berichtete den Anwesenden, wie schwer der Anfang in einer Bundeswehr war, sich Gehör bei der obersten Führung zu verschaffen. Er freue sich noch immer ein Teil von dem zu sein, was die knapp 150 Mitglieder des Vereins aktuell darstellen.

Diversity Management! war das Stichwort, mit dem Frau Oberstarzt Lale Dr. Bartoschek das Stabselement für Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion vorstellte. Sie demonstrierte dem anwesenden Publikum anschaulich, weshalb auch die Bundeswehr als moderner und attraktiver Arbeitgeber in Deutschland ein Diversity Management brauche und welche Vorstellungen das BMVg dazu entwickelt habe. Auch sie würdigte den AHsAB e.V. und betonte wie sehr sie sich auf eine enge Zusammenarbeit freue.

Der offizielle Part der Feierlichkeiten endete mit einer Podiumsdiskussion, bei der kritische Fragen aus dem Publikum an die Hauptredner bezüglich geplanter Sensibilisierung im Bereich Vielfalt in der Truppe oder auch der Aufklärungsbedarf brisanterer Themen, wie beispielsweise der Wegfall der Einschränkungen für HIV-Infizierte erörtert wurden. Die anschließenden Gespräche bei einem Sektempfang zeigten, wie Politik, Militär, Mitglieder des AHsAB e.V. u.v.m miteinander das Thema Diversity Management in der Bundeswehr vorantreiben wollen und werden.

LGBTTIQ* steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen. Auch als Selbstbezeichnung steht LGBTTIQ* für eine Gruppe von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechteridentität von der heterosexuellen Norm abweicht. (Quelle: Wikipedia)


Workshop zum Thema "sexuelle Orientierung und Identität" am 31.01.2017 in Berlin

Workshop zum Thema "sexuelle Orientierung und Identität" am 31.01.2017 in Berlin

Ministerin ebnet Weg für Chancengerechtigkeit und Vielfalt

Am 31. Januar 2017 bat die Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen, Vertreter aus Politiker, Gesellschaft, Militär und Medien um über den Umgang mit sexueller Orientierung und Identität in der Bundeswehr zu diskutieren.

Nach dem Erscheinen eines Artikels der „BILD“, in dem der Workshop als „Sex-Seminar“ abgestempelt wurde und sich dieser Kritik auch Verteter von SPD, AfD und CDU anschlossen, entbrannte eine Diskussion über den Sinn dieser Veranstaltung.

Michael Kauch, Vorsitzender Völklinger Kreis, der auch geladen war, kommentierte bereits dazu im Vorfeld, das ein solches Seminar keine Beschaffung oder Modernisierung entgegen stehen würde.

„Bereits die mediale Reaktion im Vorfeld des Workshops zeige die Dringlichkeit des Workshops“, so Hauptmann Otto.

Neben den Inspekteuren der Bundeswehr und Mitgliedern des Bundestages konnte der Workshop dabei auch auf die Expertise von Janina Kugel, Vorstandsmitglied der Siemens AG, und Hauptmann Marcus Otto, Vorsitzender des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V., zurückgreifen. Die Ministerin eröffnete die Tagung am Dienstag mit einer Rede, in der Sie neben den aktuellen Ereignissen in Pfullendorf, den Umgang in der Vergangenheit Revue passieren ließ.

Es sei eine „kleine Minderheit“, die „schwer gegen die Kameradschaft verstoße“ und einen „Mangel an Führung, an Haltung und an Kultur“ zeige.

Nach dem klaren Statement der Ministerin, in dem Sie nochmals unterstrich das Toleranz und das Entgegenwirken von Diskriminierung zur kameradschaftlichen Pflicht gehöre, tauschten sich die Anwesenden in verschiedenen Arbeitsgruppen aus. In der anschließenden Ergebnispräsentation und Podiumsdiskussion mit dem Wehrbeauftragten, einem Vertreter des DBwV, Frau Kugel, der Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt sowie dem Generalinspekteur Wieker und Hauptmann Otto betonten die Teilnehmer sowohl die großen Schritte, die bereits getan worden sind, als auch der lange Weg der vor Ihnen liegt.

Die Leiterin des Stabselements „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“, Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek gab zudem bekannt, dass ab sofort eine zentrale Ansprechstelle für Probleme in der Bundeswehr geschaffen wurde.

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. begrüßt den Schritt zur Vielfalt in der Bundeswehr und zieht ein positives Resumé des Workshops.

Die nächste Etappe auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien Armee sei die 15-Jahr-Feier des Vereins im März.

Tag der Standorte in Berlin

Tag der Standorte in Berlin

„Wir bündeln die unterschiedlichen Maßnahmen unter einem gemeinsamen Dach“, sagte die Ministerin. (Quelle: Bundeswehr/Kraatz)

In sieben Workshops wurde über die Zukunft der Bundeswehr diskutiert. (Quelle: Bundeswehr/Kraatz)

In Kleingruppen wurden Lösungsvorschläge für die Herausforderungen der Bundeswehr erarbeitet. (Quelle: Bundeswehr/Kraatz)


Quelle: BMVg

Am 1. Dezember 2016 kamen einige hundert Standortälteste und Dienststellenleiter aus ganz Deutschland zum Tag der Standorte in Berlin zusammen. In sieben Workshops wurde über die Zukunft des Arbeitgebers Bundeswehr diskutiert. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stellte die neue Personalstrategie der Bundeswehr vor. Die von der Verteidigungsministerin angestoßene Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ bildete den Rahmen dieser Tagung. Die Bundeswehr will damit in die Riege der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands vorstoßen. Staatssekretär Gerd Hoofe hielt die Eröffnungsrede. Um auf dem Weg der Modernisierung weiter erfolgreich zu sein, sei man auf die Erfahrungswerte der Standortältesten und Dienststellenleiter angewiesen. „Wir brauchen den Tag der Standorte, um von Ihnen zu erfahren, wie wir sie unterstützen können“, gab Hoofe den Teilnehmern der Tagung mit auf den Weg. Anschließend ging es in die Nebensäle zu den Workshops. Sieben Themenfelder standen zur Auswahl – unter anderem wurde diskutiert über Führungs- und Organisationskultur, Modernisierung der Liegenschaften und über Vielfalt in der Bundeswehr. Jeder Workshop wurde in zwei Abschnitte unterteilt: In der Informationsphase am Vormittag wurde mit Vorträgen und Impulsreferaten ein gemeinsamer Wissensstand erarbeitet. Im zweiten Abschnitt entwickelten die Teilnehmer in Kleingruppen Lösungsvorschläge für die Herausforderungen. Die Ergebnisse wurden dann von den Workshopleitern im Plenum vorgestellt und anschließend in einem gemeinsamen Dokument zusammengefasst. Auch AHsAB e.V. wurde mit eingeladen, um bei der Arbeitsgruppe „Vielfalt“ zum Themenblock „sexuelle Orientierung“ aus unseren bisherigen Erfahrungen zu berichten und zu unterstützen. Wie vom Vorsitzenden Marcus Otto bereits im Vorfeld vermutet wurde, waren die Meinungen sehr unterschiedlich. Zum einen gab es Widerstand mit Äußerungen, wie „Diversitymanagement brauche ich in meiner Dienststelle nicht. Die bei mir geoutet sind, würden das auch nicht wollen“ oder auch „Zur Not kann man Toleranz auch befehlen“. Das zeigt uns, dass wir noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten haben. Aber auch positives Feedback konnten wir verzeichnen. Der neue Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe Brigadegeneral Michael Traut möchte das Thema Vielfalt in die Offizierausbildung integrieren. Gerade unser Führungsnachwuchs muss sich auch mit solchen Themen auseinandersetzen. Zusammen mit AHsAB e.V. soll im kommenden Jahr ein solcher Workshop stattfinden.

Tagung "Bundeswehr als Integrationsfaktor" des DBwV

Tagung "Bundeswehr als Integrationsfaktor" des DBwV

Hauptmann Andreas Steinmetz, stellvertretender Bundesvorsitzender des DBwV

Dr. Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Oberstarzt Dr. Bartoschek, Leiterin des Stabselements Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion im BMVg

Dr. Michael Rudloff, Geschäftsführer der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung

Stammtisch der Region Ost am 20.09.2016

Um den Gedanken eines gelebten Diversity-Managements im Dienstalltag der Bundeswehr weiter voranzutreiben, hat die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung des DBwV eine zweitätige Tagung mit Workshops am 19. und 20.09.2016 veranstaltet. Dazu war auch AHsAB e.V. im Workshop III: „Zukunftsworkshop: Nutzung von Vielfalt als Chance – Wie passen sich die Streitkräfte an gesellschaftliche Veränderungen an?“ unter Leitung Hauptmann Andreas Steinmetz, der stellvertretende Bundesvorsitzende des DBwV, vertreten.

Hauptmann Marcus Otto und Hauptbootsmann Daniel Aebker haben nochmals darauf hingewiesen, wie wichtig und unerlässlich eine Datenerhebung ist. Nur wenn die Art und der Umfang der Diskriminierung in den einzelnen Teilstreitkräften bekannt ist, kann gezielt ein Diversity-Management aufgebaut werden, um Dieser entgegen zu wirken.

Darüber hinaus haben wir die Gelegenheit genutzt, viele interessante Gespräche zu führen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Auch werden wir in Zukunft unsere Korporation mit dem DBwV wieder mit Leben füllen.

Mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels oder auch der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, war es den Organisatoren gelungen, hochkarätige Redner für den zweiten Tag der Veranstaltung zu gewinnen. Einigkeit herrschte unter allen Teilnehmern darüber, dass schon viel passiert sei, die Vielfalt in der Bundeswehr aber weiter gefördert werden müsse, um die Attraktivität als Arbeitgeber auch für Frauen und Minderheiten zu erhöhen: „Wir müssen schauen, wo wir Diskriminierung und Hürden verhindern können“, sagte Hauptmann Andreas Steinmetz in seinen einleitenden Worten. Der Druck ist groß: Schon jetzt herrscht in manchen Bereichen akuter Nachwuchsmangel. Angesichts der demografischen Entwicklung ist zu erwarten, dass sich die Situation noch verschärft.

Als Abschluss haben sich noch einige Mitglieder und Interessenten zum zweiten Stammtisch der Region Ost im Mann-O-Meter zusammengefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 



Bildquelle: Yann Bombeke, stellv. Abteilungsleiter,
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit DBwV



Tag der offenen Tür im Bundesminsterium der Verteidigung

Tag der offenen Tür im Bundesminsterium der Verteidigung

„Schön mutig bleiben, machen Sie weiter so!“

Am 27. und 28. August lud das Bundesministerium der Verteidigung zum 18. Tag der offenen Tür ein.

Nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr konnte sich der AHsAB e.V. erneut den vielen Interessierten präsentieren. Die anwesenden Kameraden stellten sich den Fragen, Anregungen und Kritiken der Besucher. Neben den vielen positiven Stimmen der Besucher, freuten sich die Mitglieder besonders über den Besuch des Generalleutnant Zorn, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte, der den Verein um ein persönliches Tischgespräch gebeten hatte.

„Die überwiegend positiven Resonanzen der Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilisten spiegeln die gute Entwicklung der letzten Jahre wider.“, so Hauptmann Marcus Otto, Vorsitzender des AHsAB e.V. „Trotzdem geben uns sowohl die aktuellen politischen Ereignisse, als auch die steigende Nutzung unseres Beratungsangebotes Anlass, unsere Ziele weiter zu verfolgen und die bestehende Diskriminierung abzubauen.“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Hauptbootsmann Daniel Aebker.

Neben den vielen Attraktionen, wie Großgeräte, einem Fallschirmsprung auf dem Paradeplatz und Vorführungen des Wachbataillons gab Radio Andernach dem Arbeitskreis die Möglichkeit, sich öffentlich im Rahmen eines Interviews mit Frau Oberstleutnant i.G. Biefang zum Thema Transgender und die eigenen Erfahrungen in der Bundeswehr vorzustellen.

Ein weiterer Höhepunkt war ein kurzes Gespräch mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr. Beim Besuch des AHsAB-Standes untermauerte er die Notwendigkeit des neuen Stabselements „Chancengerechtigkeit, Vielfalt & Inklusion“ und legte Wert auf die Vielschichtigkeit und Breite dieser Thematik.

Der Arbeitskreis begrüßt das Statement des Generalinspekteurs „Schön mutig bleiben, machen Sie weiter so“ und freut sich über diese Wertschätzung.

Im Rahmen mehrere geplanter Workshops, unter anderem vom Bundeswehrverband und vom Bundesministerium für Verteidigung. soll die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis intensiviert werden und wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag dazu leisten dürfen.

Nach diesem erfolgreichen Wochenende würden wir uns über eine erneute Einladung zum Tag der offenen Tür im BMVg im Jahr 2017 freuen.


Besuch beim Wehrbeauftragten

Besuch beim Wehrbeauftragten

Am 24.08.2016 hatte AHsAB e.V. einen Termin beim Wehrbeauftragten. Dazu waren der Vorsitzende Marcus Otto und sein Stellvertreter Daniel Aebker nach Berlin gereist. 1,5 Stunden haben wir ausführlich über den Verein und dessen Herausforderungen sprechen dürfen. Auch haben wir über aktuelle Fälle der Diskriminierung und über unsere Ziele, was wir in Zukunft noch erreichen wollen und wie wir uns mehr in die Bundeswehr integrieren können, gesprochen. Der Wehrbeauftragte hat im Rahmen seiner Möglichkeiten seine volle Unterstützung zugesagt.

Am selben Tag hatten wir noch ein Gespräch mit Frau Oberstarzt Dr. Bartoschek aus dem neuen Stabselement „Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“. Auch hier haben wir uns vorgestellt und eine enge Zusammenarbeit geplant, um ein modernes Diversity-Management in die Bundeswehr zu integrieren. Dazu werden in Zukunft Workshops veranstaltet, um gezielt darauf hinzuarbeiten.


Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2016

Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2016

Auch in diesem Jahr wurde dem AHsAB e.V. die Möglichkeit gegeben, am Tag der offenen Tür an der Marientechnikschule in Parow teilzunehmen. Nach der Premiere im letztem Jahr stellten wir dieses Mal fest, dass wir schon fast dazugehören. Dieses betonte auch der Schulkommandeur Kapitän zu See Möding mit dem Satz: „Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr wieder“, nachdem er unseren Stand besucht hatte. Wir waren sehr erfreut, dass wir dieses Jahr mehr Gespräche mit Soldatinnen/Soldaten und deren Familien als im Jahr zuvor verzeichnen konnten.
Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.


CSD 2016 in Köln

CSD 2016 in Köln

Unsere diesjährige Teilnahme beim CSD 2016 in Köln war ein voller Erfolg. Der Verein hat sich erstmals mit einem Wagen an der CSD-Demonstration präsentiert. Zunächst waren doch einige Mitglieder skeptisch, ob das ganze Vorhaben realisierbar ist. Nach intensiver Vorbereitung ist es uns letztendlich doch gelungen, einen 12to LKW zu organisieren und alle notwendigen Auflagen zu gewährleisten.

Somit stand der Teilnahme nichts mehr entgegen. Bei der Auslosung am 19.Juni 2016 haben wir die Startnummer 60 bekommen. Der Aufbau vor Ort verlief aufgrund der zahlreichen Unterstützung reibungslos. Wir konnten bei dieser Veranstaltung so viele Leute erreichen wie nie zuvor und auch ein durchweg positives Feedback verzeichnen. Die Facebook-Aufrufe und Interaktionen stiegen rasant an. Eine derartige Beitragsreichweite hatte der Verein zuvor nie erreichen können. Außerdem konnten wir einige neue Mitglieder gewinnen.

Der Vorstand möchte sich bei allen Beteiligten ganz herzlich für deren Unterstützung bedanken. Wir möchten hier insbesondere unseren Wagenengeln, dem DJ und der Fahrerin einen besonderen Dank aussprechen.

Wir möchten im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder an der CSD-Demonstration in Köln teilnehmen. Darum laden wir euch jetzt schon für den CSD 2017 ein. Ich hoffe, dass wir noch mehr Teilnehmer für nächstes Jahr gewinnen können. Leider waren dieses Jahr viele Mitglieder beruflich oder privat verhindert.


Leadership Convention des Völklinger Kreises in Frankfurt 2016

Leadership Convention des Völklinger Kreises in Frankfurt 2016

Die Leadership Convention ist ein neues Veranstaltungsformat des Völklinger Kreise (VK) für den beruflichen Erfahrungsaustausch.

Unter dem Motto „Out im Beruf“ wurden am 04. Juni 2016 im Westin Grand Hotel Frankfurt/Main Talkrunden, Best-Practice-Vorträge und den persönlichen Austausch unter schwulen Führungskräften und Selbständigen angeboten. Eingeladen sind auch Mitglieder der Partnerverbände und Partner/innen aus Unternehmen, die sich für Diversity Management engagieren.

Unter anderem hat der Vorsitzende Marcus Otto zum Thema Diversity in der Bundeswehr vorgetragen. Dabei konnte wieder festgestellt werden, wie weit bereits andere Unternehmen in dem Bereich sind und wieviel wir noch nachzuholen haben.

Die Themen waren sehr vielfältig – vom Nutzen von LGBT-Marketing über Diversity Management bis hin zu Fragen, wie out ich wirklich sein kann, besonders in männerdominierten Berufen oder im Auslandsgeschäft.


Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2015

Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2015

Für uns und unseren Verein stellt der 27.08.2015 ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Erstmalig waren wir Gast auf dem Gelände Verteidigungsministeriums zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2015. 7000 Besucher wurden am Samstag  und Sonntag gezählt, alle dürften bei unserem Pavillon vorbeigelaufen sein. Frau Dr. Suder kam auf ein privates, zehnminütiges Gespräch zu uns in das Zelt und ermunterte uns zum Outing, jetzt sei es möglich. Zwei weitere Staatssekretäre schauten bei uns rein und im Gefolge auch verschiedene Generäle, Adjutanten, Assistenten und Fotographen.

Eine homophobe Szene gab es allerdings dann doch. Es war sehr ruhig am Stand, ein älterer, etwas schlichter Mann trat an unseren Stand, schüttelte den Kopf. Auf die Frage hin antwortete er “so ein Scheiß” und spuckte auf den Boden. Dann zog er rasch ab.

Wir danken hiermit allen ganz herzlich für euren Einsatz, eure Hilfe vor Ort in Berlin und im Home Office.


Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2015

Tag der offenen Tür an der Marinetechnikschule in Parow 2015

Es war ein sehr erfolgreicher Tag und für uns der erste Auftritt innerhalb einer militärischen Liegenschaft und in Unform. Wir haben sehr interessante Gespräche geführt und ich hoffe wir haben auch bei denen, die mit einem Lächeln oder Unverständnis bei uns vorbei gelaufen sind, ein Nachdenken oder gar ein Umdenken in den Köpfen erreicht.
Wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder mit dabei sein.


CSD 2015 in Leipzig

CSD 2015 in Leipzig

Zum CSD 2015 in Leipzig zeigte sich AHsAB e.V. mit einem Pavillon am Marktplatz. Wir konnten viele Besucher und lohnende/interessante Gespräche verzeichnen.